Jäger und Sammler
Bernhard Jäger | Maske, Zeichen und Figur | Malerei
Afrikanische Kunst auf der Sammlung Bernhard Jäger

Ausstellungsdauer:

05. Dezember 2021 - 12. Februar 2022

Öffnungszeiten:

Do-Fr 14.30 bis 19.00 Uhr, Sa 10.00 bis 14.00 Uhr

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Am Sonntag, 5. Dezember 2021 um 11 Uhr eröffnen wir unsere letzte Ausstellung in diesem Jahr. Wir zeigen Bilder von Bernhard Jäger zum Thema Maske und Figur im Dialog mit afrikanischen Kunstwerken aus seiner umfangreichen Sammlung!

 

Bernhard Jäger ist in seiner Existenz voll und ganz als Maler, Grafiker, Bildhauer und Objektemacher und daneben, gleichsam in einer Parallelexistenz, leidenschaftlicher Sammler, der mit Jagdinstinkt ausgestattet und mit sicherem Kennerauge im Laufe der Jahrzehnte eine bedeutende Kollektion afrikanischer Kunst – Masken, Figuren und Artefakte – zusammengetragen hat, die ihresgleichen sucht!

 

Nach mehreren Ausstellungen zu den Arbeiten des Frankfurter Künstlers Bernhard Jäger zeigen wir nun beides, eigenes Werk und Sammlung, um über die bloße Anschauung Gemeinsamkeiten, Annäherungen und Verbindungslinien sichtbar zu machen. Das große, vielschichtige Werk entwickelt sich über sechs Jahrzehnte völlig eigenständig neben dem Afrika-Sammeltrieb des Künstlers und bewegt sich, wie wir glauben, aufeinander zu. Bildnerische Argumente für diese These sind das stilisierte Figuren-Vokabular, die intensive Beschäftigung mit den Themen Maske und Figur und die Farbigkeiten, erdhaft, sonnendurchdrängt, kraftvoll, intensiv und offen. Über viele Jahrzehnte konzentrierte sich die künstlerische Arbeit Bernhard Jägers auf Kopf und Figur, solitär und seriell! Er fand zu einem unendlich-variablem, piktogrammatischen Figurentypus, der ebenso malerisch und druckgrafisch wie skulptural zum Einsatz kommt. Bernhard Jägers Arbeit hat immer Bezug zur aktuellen gesellschaftlich-politischen Gegenwart, was besonders eindrucksvoll in seinen eben entstandenen Lockdown-Köpfen zum Ausdruck kommt!

 

Bernhard Jäger wurde 1935 in München geboren. Nach einem Biologiestudium absolvierte er von 1957 bis 1961 zusammen mit Thomas Bayrle an der Offenbacher Werkkunstschule ein Kunststudium, unter anderem bei dem Lithographen Eberhard Behr. Nach einer Gastdozentur an der Städelschule in Frankfurt am Main leitete er von 1984-2000 die Städel-Abendschule und vermittelte unzähligen Studenten bildnerisches Sehen. Zusammen mit Thomas Bayrle gründete er 1961 die Gulliver-Presse und sie führten gemeinsam eine Werkstatt für Lithografie.

 

Kunstpreise, Stipendien und Auszeichnungen ehrten das Werk Bernhard Jägers. Seine Arbeiten wurden in zahlreichen Ausstellungen gezeigt und befinden sich in privaten sowie öffentlichen Sammlungen, u.a. im Stedelijk-Museum/Amsterdam, Museum of fine Art/Boston, Rose Art Museum/Brunswick, San Fransisco Museum of Art, Kunsthallte Nürnberg, Klingspor-Museum/Offenbach. Bernhard Jäger lebt und arbeitet in Frankfurt am Main.

Wir laden Sie sehr herzlich zur Ausstellung und zu unserer Ausstellungseröffnung ein, die wieder unter den erschreckenden Pandemie-Verhältnissen stattfinden muss. Es gilt in den Räumen der Galerie die 2G-Regelung, Abstandhaltung und Maskenpflicht – leider! Bitte bringen Sie einen Nachweis mit.