Klaus Hack
Babel - Turm und Figur
Neue Holzskulpturen und malerische Arbeiten auf Papier

Ausstellungsdauer:

25. Januar 2015 - 07. März 2015

Öffnungszeiten:

Di-Fr 14.30 bis 19.00 Uhr, Sa 10.00 bis 14.00 Uhr

  • Kubistischer Babelturm, Lindenholz, 2013

    Kubistischer Babelturm, Lindenholz, 2013
  • Tempel (schief), Pappelholz, 2014

    Tempel (schief), Pappelholz, 2014
  • Blick in die Hack-Ausstellung

    Blick in die Hack-Ausstellung
  • Detail aus: Labyrinth, Fichte, 2014

    Detail aus: Labyrinth, Fichte, 2014
  • Druckstock mit drei Holzschnitten/Leinwand

    Druckstock mit drei Holzschnitten/Leinwand
  • Jungbrunnen, (Relief), Fichte, 2014

    Jungbrunnen, (Relief), Fichte, 2014
  • Kleiner Babelturm, Pappel, 2014

    Kleiner Babelturm, Pappel, 2014
  • Orakel, Linde, H 161 cm

    Orakel, Linde, H 161 cm
  • Tempel, Pappel, 2014

    Tempel, Pappel, 2014
  • Vier-Flügel-Altar, Linde, 2009

    Vier-Flügel-Altar, Linde, 2009

 

Babel - Turm und Figur

Neue Holzskulpturen und malerische Originale von Klaus Hack

 

Babel steht als Synonym für den Größenwahn des Menschen, der durch den Turmbau sich dem Weltenschöpfer anzunähern, ihn sogar zu übertrumpfen sucht. Die biblische Erzählung beschreibt das unblutige Ende dieser menschlichen Selbstüberschätzung und die daraus folgende Sprachverwirrung unter den Erdbewohnern.

 

Babel stellt sich bei der Betrachtung der Holzskulpturen von Klaus Hack unmittelbar in die Denkassoziation zwischen das Motiv des schiefen Turms von Pisa und der Hochhausgigantomanie der heutigen Weltarchitektur des immer höheren und gewagteren.

 

Die Arbeiten von Klaus Hack entstehen direkt aus dem Holzstamm, der als Richtung Vertikalität vorgibt, aufstrebend und nach oben gerichtet: zugrunde liegt immer die Idee der Stele. So sind auch die Figuren – sitzende, stehende, auf Stelzen sich bewegende und hoch gesockelte – Figuren der Vertikalität. Beides, die architektonischen Elemente und die variationsreichen, neu gesehenen und eigenständigen Motive des menschlichen Körpers, sind Gestaltungen im Raum, dreidimensional, räumlich und körperlich. Und beides sind die bildnerischen Grundlagen der Skulptur. Jede der Bildideen von Klaus Hack steht für sich und findet doch eine korrespondierende Verbindung in einer Skulptur wie „Kleidturm“.

 

Neben den Holzarbeiten im Raum, die Klaus Hack in zahlreichen Einzelausstellungen, vor allem in musealen Räumen gezeigt hat, zeigt die Galerie Netuschil auch Skulpturen für die Wand, Reliefs, Altäre und Schreine und kleinformatige Michtechniken auf Papier, die korrespondierend mit der bildhauerischen Arbeit, ein künstlerisches Eigenleben zwischen Malerei und Zeichnung führen.

 

Klaus Hack wurde 1966 in Bayreuth geboren. Von 1989-91 studierte er an der Akademie der Bildenden Künste in Nürnberg bei Prof. Wilhelm Uhlig und von 1991-96 an der Hochschule der Künste Berlin bei den Professoren Rolf Szymanski und Lothar Fischer, dessen Meisterschüler er war. Seine eindrucksvolle, sehr eigenständige Figuration setzt er in seinen Holzskulpturen ebenso blockhaft wie filigran um. In der Weißfassung höht er seine Figuren und gibt ihnen Strenge, Enthobenheit und eine unmittelbare Präsenz.